Kamera nach Stromausfall defekt?

Hallo zusammen,

nach langer Zeit muss ich mich hier leider wieder melden.

Ich habe 3 Instar Kameras in Betrieb und bis vor 3 Tagen (Stromausfall) war alles i.O.

Bei einer meiner beiden 6012 Kameras geht nichts mehr… (keine Erreichbarkeit / kein Bild)

Wenn ich einen Reset mache oder sie vom Strom nehme leuchtet die vordere blaue LED ca. 10 sec. lang.
Dann blinkt die blaue Led einmal und die Kamera fährt ein bisschen.
Dann ist die Led ca. 10sec erlöschen.
Dann blinkt sie wieder einmal und die Kamera fährt wieder ein bisschen.

Diese Kamera ist direkt per LAN an den Router angeschlossen.
Ich finde sie auch im Netzwerk, aber ohne Port Kennung.

Bei der funktionsfähigen 6012 leuchtet die blaue LED wenn ich sie vom Stromnetz nehme auch ca. 10sec dauerhaft dann blinkt die blaue LED durchgängig und die Kamera führt eine komplette Bewegungsfahrt aus.

Das macht die defekte nicht. Ein Reset hat wie gesagt nichts gebracht, auch am Netzkabel liegt es nicht, das habe ich auch getauscht…

Hatte jemand das Problem schon mal?

Komme hier nicht weiter… :frowning:

Danke für eure Hilfe

Gruß,
Tom

Servus Tom,

wenn die Kamera gerade dabei war eine Aufnahme auf SD Karte zu tätigen als der Strom ausfiel, kann es sein, dass das Dateisystem auf der Karte beschädigt ist und die Kamera beim Versuch die Karte zu mounten neustartet.

Dann einfach einmal die SD Karte entnehmen - startet die Kamera dann normal durch, kann man die Karte ggf. einmal am Computer formatieren.

INSTAR Support

Danke für die Info, leider war das nicht die Fehlerursache :frowning:
Bietet Instar eigentlich einen Reparaturservice an?
Ich befürchte es handelt sich nicht um ein „Softwareproblem“…

Ja natürlich. Wende dich per Mail oder Telefon beim INSTAR Support.

Was du vielleicht noch probieren könntest, die Kamera mal ohne eingesteckte SD Karte starten.

Hallo, ich habe die Kamera ohne SD Karte gestartet und leider ohne Erfolg. Hab mir jetzt mal eine Ersatzteilplatine bestellt und hoffe, dass das Abhilfe schafft.

Leider stehe ich vor exakt dem gleichen Problem. Stromausfall, Kamera im Netzwerk sichtbar (im Router) aber nicht anpingbar und wird auch nicht vom instar-Tool erkannt.
Wäre nett gewesen zu wissen ob das mit der Ersatzteilplatine geholfen hat.

Vor dem Platinentausch könnte man einen Werksreset ausprobieren. Oder - falls möglich - mit dem Instar-Tool die letzte Firmware nochmals aufspielen.

Leider wird die CAM auch nicht mehr vom Instar-Tool erkannt.
Anscheinend funktioniert nur noch der Netzwerk-Stack halbwegs, welche die per DHCP zugewiesene IP-Adresse annimmt und im Netz sichtbar ist. .
Ich vermute mal, dass das Linux in einem Bootloop steckt.
Auf der anderen Seite ging selbst ein Anpingen nicht. Das Anpingen sollte ja eigentlich vom Betriebssystem unabhängig sein.

Leider konnte ich auf der Platine weder JTAG noch serielle Anschlüsse entdecken um per Konsole das Linux.zip und das ROM (Falls dies überhaupt für diese Kamera verteilt wird) zu installieren. Fies und sehr kundenunfreundlich ist es von Instar, dass die Flashchips mit Nagellack o.Ä. beschmiert werden, sodass man den Typ nicht mehr erkennen kann. Dies macht ein Auslesen und ggf. Neuflashen des flashspeichers mit einem externen Flasher auch noch unmöglich.
Allenfalls das WLAN-Modul wird über Kommunikationskanäle angesteuert. Aber da will ich erstmal noch nicht rangehen.
Ich werde mir jetzt eine andere Gebrauchte Kamera kaufen und dann mal schauen ob auf der die ICs auch vollgeschmiert sind.
Falls nicht, kann ich ja vielleicht den Inhalt der ICs von der intakten auf die kaputte Klonen.

Viele liebe Grüße,
B

Die SD-Karte hast Du vor einem Neustart gezogen?
Andere Hersteller machen übrigens auch einige Chips unkenntlich, damit ein Reverse Engineering schwieriger wird.
JTAG und TRX/RCV-Pins wird es sicherlich auf der Platine geben, aber wohl nicht mit Steckern bestückt.

Hallo Estimator,

ja, ohne SD Karte zu starten war das erste was ich getestet habe.
Was JTAG und/oder TRX/RCV angeht, habe zwar ein paar Kandidaten auf der Platine gefunden, aber sicher konnte ich keine identifizieren. Eine Steckerleiste anlöten wär ja noch das einfachste…

Liebe Grüße,
Belle

Hallo Belle, ein Werksreset wurde auch schon versucht?

Hallo,

ja 20-25 Sekunden Resetschalter gedrücktet gehalten bei eingeschaltetem Gerät und ohne SD-Karte.
Schon verwunderlich, dass bei Stromausfall so etwas passiert, insbesondere nicht zum ersten mal.
Man sollte annehmen, dass ein System, was nie ordentlich heruntergefahren werden kann, entsprechend robust wäre.

LG
Belle

Eigentlich schon. Hast Du beim Werksreset das LAN-Kabel vorher abgezogen?

Ja, LAN-Kabel noch da noch nicht angebracht. Da war das Gerät noch mit WLAN verbunden (und hatte eine IP-Adresse angenommen und sich als IN-6012-HD als Host gemeldet…

Vielen Dank für dein Engagement.

LG
Belle

Kein Problem, solange ich Zeit und Ideen habe. :slight_smile:
Für das Wiederherstellen der WebUI gibt es ein Update-Tool. Ich bezweifle aber ob das klappt, wenn ein Ping erfolglos ist.
https://wiki.instar.de/Erweitert/WebUI_Wiederherstellen/
Bei der Firmware wird das Aufspielen per serieller Kommunikation empfohlen:
https://wiki.instar.de/Erweitert/Firmware_Wiederherstellen/
Vielleicht klappt es auch, wenn man das Binärfile *.bin auf eine leere SD-Karte ablegt, diese einschiebt und die Kamera startet. Der Bootloader könnte evtl. bereits die SD gemountet haben und sucht nach einem Update. Entweder ausprobieren oder Instar fragen. Andere Ideen habe ich momentan nicht.
Grüße

P.S. Zieht die Kamera sich eine IP per DHCP, wenn das LAN-Kabel drin steckt?

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Hallo Estimator,

ja, die Kamera zieht sich sich per DHCP eine IP-Adresse per LAN und auch per WLAN. Wo bekomme ich denn eine .bin-Datei her?
In den offziellen Downloads ist nur ein update.pkg Datei… Dies ist ja eine Zip, die in die Cam muss.
Ich werde in den nächsten Wochen mal ausprobieren ob man noch an das Terminal kommt!
Allerbesten Dank für den Link aufs Video.

LG
Belle

Mein Fehler, es ist die pkg-Datei. *,bin gibt es für andere Systeme.
Viel Erfolg

Ok, jetzt ist klar, dass das Gerät sich in einem Bootloop befindet. es startet ständig nach einiger Zeit neu.
Anbei die Fehlermeldungen.

Ich schaffe es mit Putty nicht die Eingaben, insbesondere das „q“ zu übertragen (erster Einsatz des USB->Seriell-Wandler).
Mal schauen ob es an der Verbindung des TX-Pins bis zur Platine liegt oder der Wandler vielleicht defekt ist…
Auf jeden fall sind wir einen großen Schritt weiter und wissen, dass das Gerät noch über ein Grundleben verfügt. :slight_smile:
Edit: Bisher konnte ich nur einmal Daten (Tastatureingaben) mit Teraterm hinsenden.
Edit2: Das Senden von Tastatureingaben hat bisher nur einmal rudimentär geklappt.
Braucht das Board vielleicht 5V auf den Signalleitungen? Ich habe meinen USB-Seriell Adapter auf 3.3V eingestellt, weil im Video die VCC Leitung auf 3.3V gelegt wird?!?

Liebe Grüße,
B

Na, da tut sich ja was ! Passt schon mit den 3,3V. Wenn alles so wie im Video verdrahtet ist, sollte auch das Senden per Terminal gehen.

Die Baudrate 38400 ist auch richtig, sonst würde man keine Zeichen oder nur Schrott sehen. Die q-Taste muss zig-mal hintereinander gedrückt werden bis das Board das erkennt, weil der Bootloader anscheinend nur zyklisch schaut (polled), ob ein Benutzer was von ihm will.